Sonntag, 12. Mai 2013

In Erinnerung


In Erinnerung

Ein halbes Jahr,
manchmal erscheint es mir wie eine Ewigkeit.
Und dann sind da die Momente, da kommt es mir vor,
als wäre das alles erst gestern geschehen.

Wenn ich traurig bin,
dann weiß ich,
dass es ein Stück Egoismus ist.
Denn immer wieder sind es Gedanken an Dinge,
die ich vermisse.

Wir können nicht mehr mit dir lachen,
denn dein Lachen erfreut jetzt an einem anderen Ort.
Wir müssen aber auch nicht mehr mit dir weinen,
denn deine Tränen sind längst getrocknet.
Jede neue Freude seither
und ich greife nach meinem Handy,
will deine Nummer wählen
und dich teilhaben lassen.
Ein Seufzen und ich weiß,
du freust dich jetzt an einem anderen Ort.
Wenn ich traurig bin,
kann ich mir keine tröstenden Worte mehr bei dir holen.
Alte, liebgewonnene Rituale,
jetzt müssen wir sie anders begehen,
neu begehen.

Nichts ist mehr, wie es war.
Und das wird es auch nicht mehr.
Es wird alles anders
und das ist auch gut so,
denn sonst hätte ich das Gefühl,
ich hätte dich einfach so ersetzt.

Deinen Geburtstag wollten wir groß feiern,
das hatten wir schon so geplant.
Stattdessen haben wir eine Kerze an dein Grab gestellt
und ganz alleine an dich gedacht.
Heute konnten wir dich nicht mit einem Besuch erfreuen
und auch das tat weh.

Ich hoffe, dort, wo du jetzt bist,
hast du nur noch sonnige Tage.
Du hast es einfach verdient.
Und doch fehlst du mir hier unten.
Jeden Tag.

Muttertag 2013
In Erinnerung an Irene Nastasi, verstorben im November 2012