Donnerstag, 26. Dezember 2013

Weihnachtsnachlese

Es ist der 26.12.2013, der zweite Weihnachtsfeiertag - morgen soll es schon wieder mit dem Alltag losgehen.
Ich frage mich: Habe ich die sogenannten "besinnlichen Tage" wirklich zur Besinnung genutzt? Ich für mich kann das mit einem klaren "Ja" beantworten. Heute waren wir in der Innenstadt in Heidelberg, dieser so schönen und romantischen Stadt. Ich habe dort den Menschen in die Gesichter geschaut und was ich dort entdeckte, war so vieles:
Die reichen Japaner, die sich Weihnachten in Deutschland gönnen. Waren sie besinnlich unterwegs? In ihren Gesichtern stand die Jagd nach dem ultimativen Souvenir. Dummerweise hatten heute aber kaum Geschäfte geöffnet. So erblickte ich einen japanischen Jungen, der mit hektischem Gesicht in den Starbucks lief - eine Tasse mit Heidelberg-Aufdruck ... ultimatives Heidelberg-Souvenir? Naja ...
Auf dem Weg in die Stadt sah ich ein ziemlich junges Paar, tatsächlich eher Junge und Mädchen als Mann und Frau ... ihr Gesichtsausdruck verriet mir "Was mache ich hier eigentlich und warum kann der nicht anders sein?" Sein leicht gelangweilter, zumindest aber "alles egal" Gesichtsausdruck ließ kaum Gutes ahnen. Vermutlich wurde er jetzt über die Feiertage zu irgendwelchen Familienzusammenkünften geschleppt und sollte dort gute Miene zu zwar gutem Essen, sonst aber eher kritischen Augen machen ... waren die beiden besinnlich unterwegs? Eher nicht ...
Außerdem sahen wir viele Familien, die dem heute regnerischen Wetter trotzten und dennoch, wenn auch unter Schirmen, so aber doch spazierengingen. Besinnung? Naja ...
Letzten Endes habe ich sie dann aber - außer bei uns selbst - doch noch gesehen, die Besinnlichkeit ... an einem Ort, an dem ich sie so nicht vermutet hatte ... im Mc Donald's saßen zwei ältere Damen ... sie haben sich unterhalten und derweil einen Kaffee getrunken ... schön sah das aus ...

Und so glaube ich, ich muss die Hoffnung auf ein wenig Besinnlichkeit an Weihnachten doch noch nicht aufgeben.

Ich für mich habe gelernt: Lieber an den Tagen vor Weihnachten schon etwas Zeit reservieren, um die Tage zu planen, dann am Heiligabend ruhig schon gleich morgens mit den Vorbereitungen anfangen ... dann kann auch der Heilige Abend das werden, was er sein sollte: Schön, entspannt und ruhig ...

Also dann, auf in die Tage "zwischen den Jahren" - auch so eine besondere Zeit ... wir wollen sie nutzen, um ein wenig Rückschau auf das Vergangene und ein wenig Ausschau auf die Zukunft zu halten.

Julia Nastasi